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Fast zwei Jahrhunderten sind seit der industriellen Revolution vergangen. Seitdem leben wir in einer Gesellschaft, die nicht allzu selten als das Ende der Geschichte zelebriert wird. Trotz des größten technischen Fortschritts und den höchsten Produktivkräften aller Zeiten, leiden Millionen von Menschen an Unterernährung und Milliarden an Armut. Immer mehr erkranken physisch und psychisch an diesen Lebensbedingungen einer Gesellschaft, in der Egoismus und Konkurrenz gefördert werden und kein Platz für Individualität und Kreativität ist. Eine Minderheit bestimmt über die wirtschaftliche Produktion und lebt von der Arbeit der absoluten Mehrheit der Lohnabhängigen.
Statt das man sich den wirklich wichtigen Problemen widmet, scheint eine Massenpsychose ausgebrochen zu sein. Die Menschen verlieren sich in Trivialitäten statt für ein besseres Leben für ihre Nachwelt und sich selbst zu streiten.
Wissenschaften in der Krise
Die meisten Wissenschaften schaffen kein Wissen, sie verklären es. Symptomatische Analysen in der Wissenschaft sind kein Weg nach Vorne, allerhöchstens zur Seite. Ganze Teile der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften bemühen sich keiner gesamtgesellschaftlichen Analyse, geschweige denn Kritik. Sie sehen die heutige Gesellschaft und Menschen als vorgegeben und unveränderbar. Mit diesen Pauschalisierungen befinden sich einst ehrenvolle Wissenschaften in einer Krise, die vor allem das Streben nach einer besseren Welt schwierig und teilweise unmöglich machen. Sie vertreten einen politischen Standpunkt, den sie teilweise selbst nicht registrieren oder wahrhaben wollen.
Das Projekt
„Science Crisis“ ist ein Blog auf dem regelmäßig kritische Essays und Interviews zu verschiedenen Themen veröffentlicht werden sollen. Diese werden sich vor allem auf die Kritik der „Extremismustheorie“ und der obengenannten „Krise der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften“ spezialisieren. Selbstverständlich ist jede und jeder dazu eingeladen mitzudiskutieren oder hier selbst Texte zu veröffentlichen.
Die Intention des Blogs ist die Inanspruchnahme der demokratischen Grundrechte und damit in erster Linie Aufklärung. Dogmatismus und Indoktrination hat hier nichts verloren. Andererseits wird der Kontakt zu Gleich- oder zumindest Ähnlichdenkenden gesucht. Feedback in Form von Kritik, Lob und Anregung sind gleichermaßen erwünscht.
